JÜDISCHE FEIERTAGE (7) – PESSACH

Die Schüler, die an unserem Vermittlungsprogramm „Greif es an!“ teilnehmen, haben normaler Weise während ihres Besuchs im Museum die Gelegenheit, koschere Gummibärchen oder andere koschere Süßigkeiten zu kosten. Normalerweise! Denn dieser Tage tragen die Süßigkeiten-Tüten eine Aufschrift, die die Süßigkeiten nicht nur als koscher, sondern als „koscher le-Pessach“ ausweist. Was hat es damit auf sich?

Am Dienstagabend beginnt das Pessachfest, das an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und das Ende der Versklavung erinnert. In Erinnerung an das ungesäuerte Brot, das die Israeliten mit auf ihre 40jährige Wanderschaft nahmen, essen viele jüdische Familien auch heute noch während des achttägigen Pessachfestes nur ungesäuertes Brot (Mazzot) und entfernen vor den Feiertagen alle gesäuerten Speisen aus ihren Häusern, wie etwa Bier und Nudeln. In manchen orthodox geführten Haushalten wird zu Pessach auch ein spezielles Geschirr verwendet, auf dem keine gesäuerten Speisen (Chametz) serviert werden.

Und was ist jetzt mit der Aufschrift auf den Süßigkeiten-Tüten? Der Stempel „Koscher le-Pessach“ auf der Verpackung versichert dem Kunden, dass die Süßigkeiten und auch andere Lebensmittel den für Pessach geltenden Speisegesetzen genügen und nicht mit gesäuerten Speisen in Berührung gekommen sind.

Foto: CC-License/flickr/yaelbeeri

Eine Antwort zu “JÜDISCHE FEIERTAGE (7) – PESSACH”

  1. […] den Originalbeitrag weiterlesen: JÜDISCHE FEIERTAGE (7) – PESSACH – jmm-blog.de – das Blog des … Teile und hab Spaß Mit Klick auf diese Icons kann man diese Webseite mit anderen Social […]

Hinterlasse eine Antwort

*