Archiv für die Kategorie ‘Wissen’

Einmahnen einer Zusätzlichkeit. Vor 23 Jahren eröffnete die erste Ausstellung Über NS-Raubkunst

Flyer der Ausstellung Вeschlagnahmt, 1995.

In knapp drei Wochen, am 5. November 2018, wird im Jüdischen Museum München die von Bernhard Purin in Zusammenarbeit mit Kerstin Dembsky kuratierte und von Architekt Martin Kohlbauer gestaltete Ausstellung „Sieben Kisten mit jüdischem Material. Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute“ eröffnet.

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Dokumente jüdischen Lebens in Bayern werden zugänglich gemacht

Bernhard Purin (Direktor Jüdisches Museum München), Sandra Simovich (Israels Generalkonsulin) und Dr. Ludwig Spaenle (Antisemitismusbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung) Foto: Marina Maisel

Bernhard Purin (Direktor Jüdisches Museum München), Sandra Simovich (Israels Generalkonsulin) und Dr. Ludwig Spaenle (Antisemitismusbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung) | Foto: Marina Maisel

Bayerns Antisemitismusbeauftragter will Archivmaterial der jüdischen Gemeinden aus Israel künftig Nutzern in Bayern zugänglich machen – Israels Generalkonsulin Sandra Simovich und Bernhard Purin vom Jüdischen Museum München unterstützen sein Anliegen.

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Woher kommen die Objekte? Weiterbildung zur Provenienzforschung im Jüdischen Museum München

Inschriften geben wichtige Hinweise zur Herkunftsgeschichte von Judaica. Dieser in der Dauerausstellung zu sehende Tora-Mantel wurde im Jahr 1887 von Jerta Zollfrey zum Andenken an ihren verstorbenen Mann Bernhard zur Eröffnung der Münchner Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße gestiftet. Foto: Kerstin Dembsky

Die Provenienzforschung hat in den vergangenen Jahren in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewonnen. Spätestens seit der Bekanntmachung des sogenannten „Schwabinger Kunstfundes“ im November 2013, bei dem bereits im Jahr zuvor 1280 Kunstwerke in der Münchner Wohnung von Cornelius Gurlitt (1932–2014), Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895–1956), im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens beschlagnahmt wurden, ist die Bedeutung der Erforschung der Herkunft und Geschichte von Objekten unterschiedlichster Gattungen aus der Wissenschaft in die Öffentlichkeit vorgedrungen.

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Neue Wege, neue Besucher – am Sonntag ist Internationaler Museumstag

Am kommenden Sonntag, den 13. Mai ist Internationaler Museumstag! Unter dem Motto „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“ feiern die Museen in ganz Deutschland den Aktionstag und bieten ein vielfältiges Programm:

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„Mit zurückhaltendem Druck“ – Kolloquium „Jüdisches in bayerischen Museen und Ausstellungen“ zu Ehren von Dr. Otto Lohr

Dr. Otto Lohr ist seit 1989 als Fachreferent für die Jüdischen Museen in Bayern in der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern tätig. Nun geht er nach 28 Jahren in den Ruhestand.

Seit 1989 betreut er als Fachreferent der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Einrichtungen, die sich mit der jüdischen Geschichte und Kultur in Bayern auseinandersetzen. Ende des Jahres wird er in den Ruhestand treten – für das Jüdische Museum München und die Landesstelle war dies Anlass, im Rahmen eines Fachkolloquiums die Entwicklung Jüdischer Museen und ehemaliger Synagogen in Bayern in den letzten rund dreißig Jahren zu rekapitulieren und somit Schlaglichter auf das Wirken von Dr. Otto Lohr zu werfen.

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Europäischer Tag der Jüdischen Kultur in Europa

Zum 18. Mal veranstalten dieses Jahr jüdische und nichtjüdische Organisationen gemeinsam am 3. September den Europäischen Tag der jüdischen Kultur. Von Aserbaidschan bis nach Portugal, von Großbritannien bis nach Mazedonien öffnen in 36 europäischen Ländern an diesem Sonntag jüdische Kulturdenkmäler ihre Tore. Einstige und aktuelle Synagogen, Friedhöfe, Schulhäuser, Ritualbäder, Museen und Gedenkstätten stehen, meist bei freiem Eintritt, zur Besichtigung offen. Der Tag lädt dazu ein, das historische und kulturelle Erbe der Juden in Europa kennen zu lernen.

In München bieten das Jüdische Museum München und das Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern ein vielfältiges Programm rund um den Jakobs-Platz:

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Film und Ausstellung zum Jüdischen Leben in München in den 1950er und 1960er Jahren – das „Making of“

Für das Fotoalbum müssen die Bilder zurechtgeschnitten werden. Foto: Heike Nickel

Bilanz eines Jahres

In unserem Studienraum zeigen wir derzeit eine Ausstellung zum Jüdischen Leben in München nach 1945. Realisiert wurde sie von Studierenden der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU. Zeitgleich entstand in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk ein Dokumentarfilm mit dem Titel „Wir sind geblieben“. Wie es dazu kam?

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Blau im Jüdischen Museum

Im Rahmen unseres P-Seminars „Juden im Sport“ haben wir uns mit Kurt Landauer und dem FC Bayern auseinandergesetzt und für die Ausstellung „Never Walk Alone. Jüdische Identitäten im Sport“ im Jüdischen Museum München Postkarten zum Mitnehmen entworfen. Dies fiel unserer Seminarlehrerin nicht immer leicht, da sie ein eingeschweißter Löwen-Fan ist und diese ja bekanntermaßen die „sportiven Feinde“ des FC Bayern sind.

Nach Ausstellungseröffnung erhielten wir von Kuratorin Jutta Fleckenstein eine Führung durch die Ausstellung. Als wir mit dem ersten Stockwerk fertig waren und die zweite Ausstellungsebene, die sich mit der Fanperspektive auseinandersetzt, erst bei unserem kommenden Besuch anschauen wollten, musste unsere Lehrerin jedoch dem Teil der Ausstellung in dieser Ebene noch einen Besuch abstatten, in dem über Landauers Leben berichtet wird. Dort legte sie einen blauen Sechzger-Löwen auf das rote FC-Bayern-Bett um uns deutlich zu machen, dass Blau für sie trotz intensiver Auseinandersetzung mit dem FC Bayern immer noch über Rot gewinnt. Wer also jetzt die Ausstellung besucht und bei Landauer vorbeischaut, findet in mitten von Rot-Weiß einen kleinen blauen Löwen und weiß, was es damit auf sich hat.

Franka Exner, Schülerin am Edith-Stein-Gymnasium, 01.04.2017

Buchvorstellung am 7. März: Leib und Leben im Judentum von Robert Jütte

Die Auseinandersetzung mit Körperlichkeit und Judentum reicht in der Geschichte weit zurück. Einerseits in der Frage der Selbstwahrnehmung des eigenen Körpers, andererseits hinsichtlich der Zuschreibungen, die an die Physiognomie von Menschen jüdischer Herkunft gemacht wurden und die immer wieder Ausdruck und Beförderer von Antijudaismus und Antisemitismus waren.

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Einladung: Never Walk Alone. Jüdische Identitäten im Sport

Einladung zur Ausstellungseröffnung

Dienstag, 21. Februar um 19:00 Uhr

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